Es war einmal ein kleiner roter Jeep. Er war schon ein großer Junge, denn er konnte selbst tanken und wusch sogar seine Rädchen vor dem Schlafengehen. Und fast jeden Morgen fuhr er mit seiner Mama in den Auto-Kindergarten – das ist ein besonderer Kindergarten speziell für kleine Autos.
Der kleine Jeep war ein braves Kind und hörte oft auf die Erwachsenen. Aber er mochte es überhaupt nicht, im Kindersitz zu fahren. Es gefiel ihm nicht, dass er angeschnallt an einem Platz sitzen musste, während er irgendwohin fuhr. Deshalb wehrte er sich jedes Mal mit allen vier Rädern, wenn man ihn anschnallen wollte, und sagte, dass er nirgendwohin fahren wolle.
Eines Tages war Mama so müde vom Streiten mit dem kleinen Jeep, dass sie ihm erlaubte, ohne Kindersitz zu fahren. Der fröhliche Kleine setzte sich auf den freien Rücksitz und sang die ganze Fahrt über Lieder und klatschte fröhlich mit seinen kleinen Türchen. Er wusste, dass Mama eine vorsichtige Fahrerin war, deshalb hatte er keine Angst, unangeschnallt zu fahren.
Sie waren fast angekommen und nichts Schlimmes war passiert. Doch plötzlich sprang ein kleines dummes Kätzchen auf die Straße! Mama bremste scharf und wich zur Seite aus, die Bremsen quietschten, und sie wurde herumgeschleudert. Der kleine Jeep stieß wegen der scharfen Drehung heftig mit seiner Stoßstange gegen die Rückenlehne von Mamas Sitz und fiel auf den Boden. Das Kätzchen blieb unverletzt, erschrak nur, dass seinetwegen ein Unfall passiert war, und lief davon.
Kleiner Jeep, Liebling, ist alles in Ordnung mit dir?
Fragte die erschrockene Mama-Jeep. Sie öffnete die Tür und holte den Kleinen heraus.
Meine Stoßstange tut weh! Mein Rädchen tut weh!
Weinte der kleine Jeep.
Mama setzte ihn in den Kindersitz und fuhr schnell ins Auto-Krankenhaus. Dort untersuchte der Auto-Doktor den kleinen Patienten, klebte ein Pflaster auf die Stoßstange und verband das gebrochene Rädchen. Und er sagte, dass er nicht rennen, springen und spazieren gehen dürfe, bis es verheilt sei. Außerdem schimpfte er, dass sie keinen Kindersitz benutzt hatten, sonst wären alle gesund geblieben. Der kleine Jeep sagte daraufhin:
Aber wir wussten doch nicht, dass ein Unfall passieren würde! Wenn das Kätzchen nicht auf die Straße gesprungen wäre, wäre nichts Schlimmes passiert!
Niemand weiß, wann ein Unglück passiert. Wenn wir wüssten, wann etwas Unangenehmes passiert, könnten wir es vermeiden. Genau deshalb gibt es Kindersitze für Kinder. Die Straße ist ein sehr gefährlicher Ort! Jederzeit kann jemand herauslaufen, oder es wird glatt, oder es kommt eine Unebenheit. Dann muss das Auto scharf bremsen oder abbiegen. Wenn ein Kind nicht angeschnallt ist, verletzt es sich und kommt ins Krankenhaus. Wie du.
Der kleine Jeep antwortete traurig:
Verstehe... Aber ich mag den Kindersitz nicht!
Der Auto-Doktor lachte:
Er muss dir auch nicht gefallen, er soll die Kleinen schützen. Es gibt Orte zum Spielen – das sind Spielplätze und dein Zimmer. Und es gibt gefährliche Orte, wo man sich sehr vorsichtig und aufmerksam verhalten muss. Und wenn die Eltern sagen, dass es Zeit ist, sich anzuschnallen, dann muss man gehorchen und nicht streiten. Du hast nicht gehorcht – jetzt darfst du nicht spazieren gehen, bis dein Rädchen verheilt ist. Aber jetzt wirst du doch auf die Älteren hören und nur im Kindersitz fahren?
Ja, das werde ich
Antwortete der kleine Jeep.
Und du, wirst du im Kindersitz fahren, Kleiner?