Nach dem Frühstück machten sich das Bärchen Motja und sein Großvater Boris Michailowitsch auf den Weg in den Wald, um Beeren zu sammeln. Unterwegs diskutierten sie lebhaft über Nachrichten zum Coronavirus:
Man muss Beeren und Gemüse essen, um ein starkes Immunsystem zu haben, dann wird uns kein Virus Angst machen, nicht einmal die "Krone"!
Sagte der Großvater.
Jetzt werden wir volle Körbe sammeln, uns selbst satt essen und auch den Eltern etwas mitbringen!
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Der Großvater nickte zustimmend. Ihnen kam der Nachbar entgegen, der Dachs Grigori:
Guten Tag, Nachbarn! Wohin geht euer Weg?
Guten Tag, Grigori!
Antwortete Boris Michailowitsch und schaute auf seinen Enkel. Aber Motja schwieg und zitterte.
Guten Tag, Motja! Ich habe dich lange nicht gesehen, du bist ja richtig groß geworden!
Wandte sich Grigori an das Bärchen. Motja drehte sich schweigend weg und zog ein finsteres Gesicht.
Ja, wir gehen Beeren sammeln, um unser Immunsystem zu stärken.
Der Großvater versuchte, den Nachbarn abzulenken, um ihn von Motja abzubringen.
Nun, alles Gute für euch!
Der Nachbar winkte und ging weiter. Dem Großvater war es sehr unangenehm wegen seines Enkels, und er erzählte ihm eine Geschichte:
Diese Geschichte ereignete sich vor langer Zeit in unserem Dorf. Es lebte ein Igel namens Fufik. Er grüßte niemals jemanden, sondern schnaubte nur vor sich hin: "Fu - fik, fu - fik - fujte", und alle dachten, er sagt: "Ich werde niemanden grüßen". Aber wir alle wissen, dass man sich beim Grüßen gegenseitig Gesundheit wünscht. Niemand wünschte ihm Gesundheit, niemand grüßte ihn. Bald wurde unser Igel schwach, sein Rücken und seine Beine taten weh, er konnte schlecht sehen. Er geht mit einem Stock und schnaubt: "Fu - fik, fu - fik - fujte". Nun denkt der Igel, so kann ich ganz zu Bett gehen. Er ging zum Zahnarzt und ließ sich einen ausgefallenen Zahn einsetzen. Er lächelte den Zahnarzt an und sagte deutlich: "Fdrawstfujte!", überlegte noch einmal und sprach noch klarer: "Guten Tag!". Seitdem ist unser Igel nicht wiederzuerkennen: er geht ohne Stock, lächelt und grüßt alle.
Auf dem Weg zum Wald war Motja still. Er stellte sich den armen Igel vor, der grüßen wollte und nicht konnte. Aber er, Motja, konnte es, alle Zähne waren an ihrem Platz, alles war in Ordnung, aber aus irgendeinem Grund fiel es ihm sehr schwer, das Wort "Guten Tag" zu sagen.
Und er erinnerte sich an die Worte des Großvaters: "Der erste Schritt ist immer der schwierigste, aber man muss ihn überwinden. Sonst wirst du niemals das Glück für alle sehen"
Das erste Mal grüßte Motja sehr leise, verlegen, kaum hörbar, dann lauter und selbstbewusster. Und jetzt winkt er allen freundlich zu, damit man ihn auch von weitem sieht, und sagt mit einem Lächeln: "Guten Tag!".