In einem fernen Königreich, in einem fernen Land, in einem dunklen Wald, in einem undurchdringlichen Dickicht lebte ein alter Fuchs. Sein ganzes Leben lang fing er Enten und Gänse, die in großer Zahl auf dem Waldsee lebten, aber im Alter wurden seine Beine schwach, und die kleine Füchsin konnte sich nicht mehr selbst versorgen. Eines Tages stieß sie auf einen Hasen mit gebrochenem Bein. Die Füchsin freute sich, packte den grauen Hasen und wollte ihn gerade auffressen, als der Hase zu ihr sagte:
Iss mich nicht, Tante, ich werde dir nützlich sein. Wenn du mich isst, wirst du einmal satt sein, aber wenn du mir das Leben schenkst, wirst du für immer den Hunger vergessen.
Der Fuchs war überrascht:
Aber was wirst du denn tun, grauer Hase? Hast du etwa eine selbstdeckende Tafel versteckt?
Eine selbstdeckende Tafel habe ich nicht, aber ich werde es so einrichten, dass die Gänse, die auf dem See leben, selbst in dein Maul gehen.
Antwortete der Hase.
Aber wie wirst du das anstellen? Wirst du sie mit Zaubertrank vergiften?
Ich brauche keinen Zaubertrank. Ich werde sie dazu bringen, nach meiner Pfeife zu tanzen, mit modernerem Mitteln.
Wie denn?
So: Wir schenken ihnen einen Fernseher und senden, was wir wollen.
Was, damit sie zu uns ins Maul gehen?
Nicht so offen. Wir setzen ein Ziel. Was hindert dich daran, Gänse zu fangen? Dass sie fliegen, ihre starken Flügel. Wir werden ihnen die Flügel nehmen.
Aber wie?!
Wir werden es so einrichten, dass die Gänse selbst auf die Möglichkeit zu fliegen verzichten. Dazu werden wir das Image einer neuen Gans schaffen – fortschrittlich und frei – in Wirklichkeit aber – so wie wir es brauchen.
Und eine neue, riesige Welt öffnete sich ihnen. Die Gänse verstanden, dass sie hinter dem Leben zurückgeblieben waren, nichts wussten, nichts ahnten, und jetzt war es an der Zeit, auf neue Weise zu leben.
Die Gänserich schauen auf den Bildschirm, und dort ist eine Show: Eine hübsche Gans singt, springt – völlig nackt – gerupft! Nur hier und da sind kurze, kunstvoll gestutzte Federn zu sehen. Und der Hase-Kommentator ruft freudig aus: „Der neueste Schrei der Mode! So kleiden sich Vögel auf der ganzen Welt!