Tëmkins Träume
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Tëmkins Träume

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Ein lehrreiches therapeutisches Märchen über den kleinen Tëma, der nicht einschlafen wollte und dies so lange tat, dass er die Traumfee mit Schlaflosigkeit quälte und die allgemeine Ordnung störte: Kinder schliefen nicht, Eltern konnten nicht arbeiten, die Fee verschenkte keine Träume.

In einer uns unbekannten Stadt lebte ein Junge namens Tëma. Er wuchs in einer gewöhnlichen Familie mit Eltern, Großvater und Großmutter auf. Tëma unterschied sich nicht von seinen Altersgenossen, spielte gerne, ging spazieren, aber schlief schlecht ein und war abends launisch. Deshalb musste die Traumfee lange warten, bis Tëma einschlief, um dem kleinen Jungen einen wundersamen Traum zu schicken.

Viele Kinder wissen nicht, dass in jeder Stadt eine Traumfee in einem gemütlichen kleinen Häuschen lebt. Im Haus gibt es ein besonderes Zimmer, in dem sich silberne Glöckchen befinden. Für jeden kleinen Bewohner der Stadt gibt es sein eigenes besonderes Glöckchen. Sobald ein Kind fest einschläft, beginnt das Glöckchen laut zu klingeln.

Wenn die Fee die Melodie hört, nimmt sie aus einem bauchigen Kännchen eine schillernde, regenbogenfarbene Kugel heraus und bläst darauf. Die Kugel macht sich auf den Weg, fliegt hoch über den Häusern zu ihrem kleinen Kind, um ihm einen wundersamen Traum zu bringen. Wenn die Kugeln bei den Kindern ankommen, schlafen sie wunderbar, denn im Schlaf spielen und unterhalten sie sich mit freundlichen Märchenfiguren, und die Kleinen wachsen schnell. Während die Kinder fest schlafen, tanken die Erwachsenen Kraft für den nächsten Tag.

Eines Abends ging etwas schief. Tëma wollte wieder nicht einschlafen. Die über den ganzen Tag erschöpften Eltern konnten ihren Sohn nicht ins Bett bringen. Sie lasen Märchen vor, sangen Lieder, aber nichts half. Die Fee blieb die ganze Nacht wach und wartete auf das Klingeln von Tëmas Glöckchen, aber dieses blieb hartnäckig stumm.

Am nächsten Abend weigerte sich der Junge wieder zu schlafen, und so ging es mehrere Wochen lang: Die Fee wartete auf das Signal des Glöckchens, die Eltern schliefen nicht. An einem solchen Abend konnte die erschöpfte Fee nicht mehr wach bleiben und schlief ein, ohne die wundersamen Träume an die Kinder zu schicken, die in ihren Bettchen lagen. Ohne süße Träume zu sehen, wollten die Kleinen nicht schlafen und ließen die Älteren nicht ruhen.

Mütter und Väter, die nachts nicht geschlafen hatten, konnten ihre Aufgaben nicht erfüllen und nicht arbeiten, ihnen fehlte die Kraft, sie schliefen im Gehen ein. Kinder schliefen tagsüber wenig oder heimlich, damit niemand es sah. Die Fee, erschöpft von diesem Durcheinander und den Sorgen, schlief fest ein und schlief weiter Tag und Nacht. Die Erwachsenen waren so erschöpft, dass sie nicht mehr zum Einkaufen gingen, keine Lebensmittel kauften und keine leckeren Frühstücke oder nahrhaften Mittagessen zubereiteten. In den Häusern fehlte Milch, Brot und die Lieblingssüßigkeiten der Kinder.

Der erschöpfte, hungrige Tëma wanderte durch sein Zimmer und beschloss, die verstreuten Spielzeuge zu sammeln. Langsam begann er, Bausteine übereinander zu stapeln, und es entstand ein hoher Turm, der auf dem kleinsten, wackeligen Baustein stand. Der Turm begann zu kippen, und die Bausteine fielen direkt auf den Jungen. Er schrie auf. Beim Hören des Lärms liefen die Eltern ins Zimmer.

Mama und Papa sahen die glücklichen Augen ihres Sohnes, und er sagte zu ihnen:

Ich habe verstanden, warum die Ordnung in der Stadt gestört wurde! Ich bin dieser kleine Baustein, der alles zerstört hat!

Noch lange sprachen die Eltern mit ihrem Sohn über verständliche Dinge und unverständliche Taten, über die Tëma in der Zukunft mehr erfahren wird, wenn er erwachsen wird. Das Gespräch zog sich bis spät in die Nacht hin. Der Junge wünschte seinen Eltern süße Träume, legte sich ins Bett und schlief, während er davon träumte, wie er aufwachsen würde, unmerklich fest ein.

An diesem Abend wachte die Fee vom hartnäckigen Klingeln von Tëmas Glöckchen auf, das sie schon lange nicht mehr gehört hatte. Sie freute sich und eilte zum kostbaren Kännchen, um die Kugel herauszunehmen und sie dem kleinen Jungen zu schicken. Tëma sah sich im Traum als Sternendeuter, sprach mit hellen und geheimnisvollen Sternen und erinnerte sich daran, dass er einmal ein kleines Kind war, das nicht in seinem gemütlichen Bettchen schlafen wollte.

In der abendlichen Stadt wurde es immer stiller, die Lichter in den Fenstern erloschen nacheinander, und aus dem Häuschen der Fee erklangen die lang ersehnten Glöckchen, und wunderbare, gute Träume flogen in alle Ecken der Stadt zu den kleinen Kindern.

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Das Märchen Tëmkins Träume ist im FB2-Format für Telefone, Tablets, Computer und E-Book-Reader verfügbar.
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