Mascha ging eines Tages in den Wald,
Nahm einen Korb mit sich bald,
Um Pilze nach Hause zu bringen
Und Blumen zu sammeln und zu singen.
Doch unterwegs spielte sie zu sehr,
Verirrte sich! Verlor die Spur sehr!
Konnte den Weg nach Hause nicht finden!
«Ach! Rettet mich, meine Beine!»

Sie lief! Schau, ein kleines Häuschen!
Darin eine alte Frau, ein Mäuschen,
Heult, stöhnt und ächzt laut.
Sieht sehr furchtbar aus, traut sich kaum!
Ihr Bein knarrt und quietscht.
Das ist ja Baba Jaga, die Hexe, die flieht!
Mascha ging zum Häuschen hin
Und fragte die alte Frau mit Sinn:
«Großmutter Jaga, was ist denn los,
Warum knarrt dein Bein so groß?»

Jaga blickte auf Mascha herab
Und sagte: "Ich bin krank, ach wie traurig das!
Kann weder essen noch trinken,
Weder stehen noch sprechen, zum Versinken.
Es ist mir peinlich zu sagen,
Ich kann dich nicht aufzehren, ach, welche Plagen!!!"
Mascha – ein Mädchen voller Sorge,
Will der Jaga helfen, das ist ihre Morge.
«Ihr müsst auf euch selbst acht geben!
Jaga, geht ins Bett, lasst euch heben!
Ich werde euch heilen mit Bedacht,
Damit ihr noch hundert Jahre habt Kraft!
Gegen Erkältung und Halsschmerzen
Helfen Vitamine, das sei euch zu Herzen!
Aus Preiselbeeren – warmer Tee,
Ach, Himbeeren, helft mir, weh!
Honig gegen Husten trinken,
Das Badehaus muss man anschüren, nicht sinken,
Um die Knochen zu wärmen und zu heilen.
Den Rücken mit Wachs einreiben, ohne Weilen!"
Da ging die Arbeit los!
Unsere Baba Jaga merkte es kaum, groß,
Wie sie plötzlich auf den Beinen stand,
Gesund und munter im ganzen Land!
«Ach, danke dir, Mascha, mein Kind!
Ich bin gesünder, schöner geschwind!
Ich möchte tanzen und singen,
Auf meinem Besen fliegen und springen!
Du kannst mir sagen, ohne Scheu,
Wie kann ich dir danken, das ist mir neu?"
Mascha zuckte mit den Schultern leicht:
«Ich möchte nach Hause, zu Papa und Mama, das reicht".
Die Großmutter in ihrem Mörser schnell
Brachte Mascha nach Hause, hell.

Mama und Papa freuten sich sehr,
Dass ihre Tochter zurück war, nicht mehr fern.
Und sie lobten ihre Mascha mit Freude,
Dass sie der Jaga helfen konnte, welch Beute.
Und Jaga, mit einem Winken der Hand,
Flog zurück in den Wald, ins Land.
So ist unsere Mascha, tapfer und klug.
So ist euer Märchen, genug ist genug!