Wie Maschenka im Internet saß
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Wie Maschenka im Internet saß

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Eine therapeutische Geschichte über die Gefahren von Internet-Geräten und wie man Kinder davon entwöhnen kann. In der Geschichte ist Mascha stark abhängig von Geräten und dem Internet.

In einer ganz kleinen Stadt, weit entfernt von Berlin, lebte ein Mädchen namens Mascha. Und eigentlich hatte sie alles – sie war hübsch, klug und bereit, in die erste Klasse zu gehen. Nur wollte sie unbedingt ins Internet.

Bitte, Mama, kauf mir ein Tablet.

Das hörte man jeden Tag in ihrem Haus.

Aber die Mutter gab zunächst nicht nach. Immer wieder stellte sie die Frage:

Wozu brauchst du denn ein Tablet, mein Kind? Hast du denn nichts zu tun? Wir haben hier doch so eine schöne Natur, so eine schöne Natur…

Aber Mascha ließ nicht locker und begann wieder ihr Lied:

Ich will ins Internet, wie Lena. Da gibt es doch so viel, Mama… Lena sagt, dass es dort Lernprogramme gibt. Mit dem Tablet werde ich in der Schule so schlau sein!

Und eines Tages schmolz das Herz der liebenden Mutter. Sie kratzte ihr Geld zusammen und bei den Nachbarn, und brachte eines Tages ein Tablet mit. Sie übergab es der vor Glück strahlenden Mascha, lächelte über ihre Gedanken und ging in den Garten zum Arbeiten.

Mascha aber setzte sich mit dem Tablet aufs Sofa und fing an zu spielen. Und dort gab es wirklich so viel… Man konnte mit Freunden schreiben, bunte Videos anschauen, viele, viele bunte Bilder und dynamische Musik.

Und Mascha bemerkte nicht, wie ein ganzer Tag verging. Ihre Mutter kam zu ihr und schnalzte empört mit der Zunge:

Hast du etwa den ganzen Tag hier gesessen? Ab ins Bett!

Noch fünf Minütchen!

Aber die Mutter war unerbittlich:

Es ist schon zehn Uhr abends! Alle anständigen Mädchen schlafen schon.

Widerwillig legte Mascha das Tablet weg und ging schlafen. Und sie träumte, dass sie die beliebteste Person im Internet geworden war. Deshalb lächelte Mascha im Schlaf breit und rührte ihre Mutter.

Der nächste Tag verging ebenfalls. Nur sollten zu Maschas Mutter Gäste kommen. Sie war den ganzen Tag im Haus beschäftigt, aber Mascha weigerte sich zu helfen. Die Mutter musste alles alleine machen: den Tisch decken, im Haus aufräumen und im Garten arbeiten.

Mascha winkte nur bei ihren Bitten ab, denn im Internet war es interessanter. Und selbst als Lena mit ihrer Mutter kam, drehte Mascha nicht einmal den Kopf in ihre Richtung. Die Mutter schüttelte nur betrübt den Kopf und ging.

Und Mascha bemerkte nicht, wie der Tag verging, und sie schlief direkt mit dem Tablet in den Händen ein.

Es ist unbekannt, wie lange sie schlief, aber sie wachte in einem dunklen, dunklen Zimmer auf.

Maaaamaaaa.

Mascha rief, aber niemand antwortete. Erschrocken sprang das Mädchen auf, zog ihre Hausschuhe an und rannte durch das Haus. Aber es war niemand da.

Sie ist weg.

Plötzlich ertönte eine Stimme. Und mit Entsetzen stellte Mascha fest, dass sie vom Tablet kam.

Was ist passiert? Wo ist sie hin?

Mit zitternder Stimme fragte das Mädchen.

Ist das wichtig? Es ist schon Oktober, sie ist in die Stadt gefahren.

Oktober? Und was ist mit mir? Ich sollte doch in die Schule kommen!

Betrübt umfasste Mascha ihren Kopf mit den Händen.

Brauchst du sie wirklich, überleg mal? Ich habe hier alles: wir werden zusammen das Schulprogramm selbst lernen.

Mascha schien es sogar, als würde auf dem schwarzen Bildschirm ein Grinsen erscheinen.

Und was ist mit Lena? Mama, den Klassenkameraden? Nein, das geht überhaupt nicht.

Das ist alles Unsinn, du wirst es bald vergessen. Mama kommt nicht zurück, sie ist beleidigt auf dich. Und wir werden zu zweit unser ganzes Leben verbringen. Ich zeige dir so viele Spiele, so viele Videos. Willst du?

Neeeein.

Mascha wich erschrocken zurück.

Nein-nein-nein-nein.

Und sie schrie. Sie setzte sich auf den Boden und fing einfach an zu schreien… Plötzlich wachte sie auf.

Was ist denn, Mascha? Hast du etwas geträumt?

Die erschrockene Mutter erschien in der Tür.

Nichts, Mama.

Mascha lief zu ihrer Mutter und umarmte sie fest.

Verzeih mir. Ich werde dir jetzt immer, immer im Haushalt helfen. Und dieses Tablet werfe ich weg.

Die erstaunte Mutter streichelte Mascha über den Kopf und verstand nicht, was passiert war. Vielleicht war es auch gut so. Aber Mascha wurde wieder die Alte und saß nicht länger als eine Stunde am Tablet. Sonst würden wieder solche bösen Träume kommen.

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Das Märchen Wie Maschenka im Internet saß ist im FB2-Format für Telefone, Tablets, Computer und E-Book-Reader verfügbar.
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