Wie die Füchsin Lisitsia einen würdigen Prinzen-Ehemann suchte
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Wie die Füchsin Lisitsia einen würdigen Prinzen-Ehemann suchte

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Ein modernes Märchen für Mädchen darüber, wie eine Füchsin einen reichen Mann suchte, am Ende aber ganz allein blieb.

In einem wunderschönen Wald lebte eine Füchsin. Ihr Haus war nicht sehr groß, aber sehr gemütlich. In ihrem Häuschen gab es keine luxuriöse Möbel, und die Füchsin selbst lebte ganz gewöhnlich, doch trotzdem flog sie mehrmals im Jahr in ein neues Land zum Urlaub.

Mal ging es nach Goa zum Yoga, mal zum Planschen in den klaren Gewässern des Ozeans auf den Malediven, mal ritt sie auf Elefanten in Sri Lanka. Und oft flog die Füchsin auch am Wochenende nach Ägypten, um einfach in der Sonne zu faulenzen und ihre roten Flanken zu wärmen.

Aber die Füchsin hatte einen Traum – sie wollte unbedingt einen echten Prinzen treffen, der mit ihr leben würde, sie in den Urlaub ins Ausland mitnehmen würde, den Haushalt führen würde, sie lieben und beschützen würde. Denn es war sehr schwer für sie, Geld zu verdienen und allein zu leben.

Am anderen Ende des Waldes lebte ein Kranich – reich, schön und ein stattlicher Kerl. Sein Haus war voller Wohlstand – luxuriöse Möbel, ein riesiges Heimkino an der ganzen Wand, Computer, Alarmanlagen. Der Kranich betrieb ein Geschäft, und nicht irgendein, sondern das profitabelste. Jede Woche wechselte er Handys, sobald neue Modelle herauskamen, ging der Kranich ins Geschäft und kaufte sie sofort.

Außerdem liebte der Kranich es, gut zu essen. Er flog nie irgendwohin, er hielt Reisen für eine leere und uninteressante Zeitverschwendung. Aber wenn der Kühlschrank voll mit Delikatessen war, dann war das Leben wirklich gelungen. Nur hatte der Kranich keine Frau – alles war ihm nicht recht, mal war sie zu launisch, mal konnte sie nicht kochen.

Einmal beschloss die Füchsin, das Schicksal zu versuchen und sich einen würdigen Ehemann zu suchen. An einem ruhigen, kalten Winterabend setzte sie sich bequem in ihren Sessel, schaltete ihren alten Computer ein und registrierte sich auf einer Dating-Website.

Na ja, schauen wir mal, wer hier so ist.

Murmelte die Füchsin vor sich hin.

Aha, ein Wolf. Jung, und er hat ein schönes Auto, und sein eigenes Geschäft, ich versuche, mich mit ihm bekannt zu machen.

Die Füchsin holte ihr altes Handy heraus und wählte die in der Anzeige angegebene Nummer.

Guten Tag! Mein Name ist Lisitsia.

Sagte die Füchsin in offiziellem Ton.

Am anderen Ende des Telefons war eine brummende, ruhige Stimme zu hören. Der Wolf erzählte ein wenig von sich, und die Füchsin beschloss, sich mit ihm zu treffen. Nach dem Treffen beschloss die Füchsin, dass sie den Wolf heiraten könnte. Er kümmerte sich um sie, kochte für sie, servierte ihr das Essen in einer bequemen Schüssel, so dass die Füchsin nicht einmal ihren Hals drehen musste.

Sie wiederum kümmerte sich auch um den Wolf – bügelnd seine Hemden, band seine Krawatten und kochte. Aber sie servierte das Essen in so kleinen Tellern, dass der Wolf nicht immer satt wurde. Aber der Wolf liebte die Füchsin sehr und machte sich deswegen keine Sorgen, kleine Portionen sind nicht schlecht, zu viel essen ist ungesund.

Aber nach einigen Monaten sagte die Füchsin dem Wolf, dass sie wieder getrennt in ihre eigenen Häuser ziehen müssten, der Wolf war nicht ihr Prinz. Denn sie wollte an teuren Resorts Urlaub machen, aber der Wolf hatte sie bisher nicht weiter als nach Ägypten mitgenommen.

Warte ein bisschen, kleine Füchsin, bald werde ich reicher, eröffne mein eigenes Geschäft, und wir fliegen überall hin, wohin du willst.

Nein, ich habe keine Kraft zu warten. Besser finde ich mir einen neuen Mann.

Die Füchsin öffnete die Dating-Website wieder, blätterte lange durch die Profile und stieß schließlich auf ein Foto des Kranichs, desselben, der am anderen Ende des Waldes lebte.

Hm, interessant.

Sagte die Füchsin.

Was für ein interessanter Gentleman. Jung und unglaublich schön, groß, schlank, und noch dazu reich. Dieser wird mich bestimmt auf die Seychellen zum Urlaub mitnehmen. Ich rufe ihn an und verabrede mich mit ihm.

Einige Monate nach dem Treffen heirateten die Füchsin und der Kranich und begannen zusammen zu leben.

Lieber Kranich, wann fliegen wir in warme Länder?

Fragte die Füchsin.

Es ist kalt draußen, Frost, sollen wir zu den Seychellen fliegen?

Was sollen wir denn dort?

Lachte der Kranich boshaft.

Du solltest mich besser füttern, ich bin immer hungrig.

Und das ist nicht verwunderlich, denn die Füchsin serviert das Essen in flachen, kleinen Tellern. Der Kranich pickt und pickt mit seinem Schnabel, kann aber nicht satt werden. Und bei ihnen läuft nichts glücklich: Der Kranich ist hungrig, und die Füchsin träumt von Reisen.

Und dann erinnerte sich die Füchsin, wie gut es ihr mit dem Wolf ging. Obwohl er nicht reich war, war er nie hungrig. Und die flachen Teller gefielen ihm, und er kümmerte sich um Lisitsia, und er nahm sie sogar ans Meer nach Ägypten mit, damit sie ihre roten Flanken wärmen konnte.

Aber es kam zu Schwierigkeiten – der Wolf lebt schon lange mit einer Wölfin zusammen, erzieht kleine Kinder, hat viel Geld verdient und ruht sich jeden Monat am Meer aus.

Und so blieb die Füchsin allein in ihrem kleinen Haus.

Lest Märchen und ihr werdet immer wissen, wie man handeln soll!

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Das Märchen Wie die Füchsin Lisitsia einen würdigen Prinzen-Ehemann suchte ist im FB2-Format für Telefone, Tablets, Computer und E-Book-Reader verfügbar.
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