Weit entfernt von den hellen Lichtern der Stadt, dem Hupen der Autos und dem Quietschen der Bremsen vorbeifahrender Wagen, dem Klingeln der Straßenbahnen und den auf Schienen rasenden Zügen, weit weg von den ewig eilenden, rennenden, fliegenden, gehenden, kriechenden Bewohnern dieses riesigen Waldgebiets, befand sich ein ganz anderer – ein völlig gegensätzlicher Ort.
Nämlich: eine kleine, abgelegene Siedlung mit ihren freundlichen, ruhigen, vertrauensvollen Bewohnern. Diese Waldbewohner verließen selten die Grenzen ihres Wohnortes, sie waren mit allem zufrieden, was sie hatten: die Waldschule, den Markt an der Lichtung, den See statt einer Badeanstalt, den kleinen Laden auf der Wiese, wo sie sich oft trafen und lokale und überregionale Neuigkeiten besprachen.
An einem warmen, klaren Sommertag zog es morgens viele Tiere und Vögel in den Laden, um Lebensmittel für ihre Familien zu kaufen, und nach alter Gewohnheit setzten sie sich nach dem Einkauf auf die Bänke, um sich auszuruhen und miteinander zu plaudern.
Die Häsin teilte das Rezept für einen Kohlauflauf mit ihrer Freundin, der Ziege, der Biber erzählte dem Otter von neuen Trends beim Bau von Behausungen unter Wasser, die Elefantenkuh döste auf der Bank, gewärmt von den Strahlen der warmen und sanften Sonne…
Als plötzlich diese Idylle durch den lauten Ruf der Krähe unterbrochen wurde. Sie war es, die alle Neuigkeiten verkündete, die sich außerhalb dieses kleinen Wäldchens ereigneten.
Na, was ist? Ihr sitzt da, plaudert, langweilt euch! Über eure Nase und diesen Wald hinaus habt ihr nichts gesehen, besser als diesen Laden kennt ihr nichts und seid nirgendwo sonst gewesen?! Aber ich war nicht faul, bin in den benachbarten riesigen Wald geflogen und habe dort ein Wunder gesehen: von unbeschreiblicher Schönheit, enormer Größe, beispielloser Kapazität – einen Supermarkt. Dort gibt es unzählige Waren für jeden Geschmack, jede Größe und jeden Geruch. Besucher und Käufer gibt es dort auch viele, und Unterhaltung gibt es dort auch… Kein Ort, sondern ein Märchen!
Die Tiere und Vögel schauten gebannt auf die Krähe und hingen an jedem ihrer Worte. Und jeder von ihnen war in seinen Fantasien gedanklich in diesem geheimnisvollen märchenhaften Laden.
Nachdem sie die Rede der Krähe bis zum Ende angehört hatten, beschlossen die Waldbewohner, beflügelt von einem Traum, unbedingt das wundersame Einkaufs- und Unterhaltungszentrum zu besuchen. Und um das Vorhaben nicht lange aufzuschieben, wurde beschlossen, diesen Traum am kommenden Wochenende zu verwirklichen.
Und dann kam dieser Tag. Alle Interessierten versammelten sich an der Waldlichtung, um gemeinsam den langen Weg zurückzulegen. Hier waren: der Wolf, der Fuchs, der Hase, der Bär, der Igel, die Eule, der Specht und viele andere Bewohner des kleinen Waldgebiets.
Der Weg war lang, aber das Ziel war gesetzt – es gab keine Hindernisse, die Tiere machten sich auf den Weg. Ob lange oder kurz, und siehe da, in der Ferne zeigte sich bereits das ersehnte Objekt. Die Menge beschleunigte ihre Schritte und nach einiger Zeit überschritten alle gemeinsam die Schwelle des Ladens, über den die Krähe so viel und ausführlich gesprochen hatte.
Oh, Wunder! Die Regale bogen sich unter Speisen und Leckereien, verschiedene Aromen kitzelten die Nase, und die bunten Etiketten lockten so sehr, als würden sie flüstern: „Kauf mich, kauf mich