Der Sommer ist vorbeigeflogen,
Bald kommt Herbst und Winter an.
Die Schlange fing zu denken an:
«Ich habe keinen Pelzmantel, das ist wahr!
Die Tiere haben warmes Fell,
Ich nur Haut – wie dumm und schnell!»
Und seufzte auf dem kleinen Hügel.
Ihre Gedanken waren bitter, trügel.
Ein wunderschöner Fuchs ging vorbei,
Mit rotem Pelz, oh welch Geschrei.
Die Schlange zischte hinterdrein:
«Ach, wie gerne wär' er mein!»
Der Wolf hörte ihren Schrei
Und sprach: «Hör auf mit diesem Geschrei!
Im Pelz kannst du nicht schwimmen gehen –
Du würdest dir den Leib zerreißen, sehen?
Der Pelz ist für uns Tiere da,
Der Winter ist für uns so nah.
Das Fell schützt vor der Kälte sehr,
Es ist wie ein Schild, nicht mehr!
Doch du schläfst im Winter in der Höhle,
Unter diesem Hügel, ohne Quäle.
Du brauchst kein Fell, das ist gewiss,
Wie auch nicht den Winterbiss».
In diesem Märchen liegt ein Sinn:
«Neid ist schlecht, mein lieber Freund, das bin ich mir bewusst».