Es war einmal vor langer, langer Zeit. An dem wunderbarsten Ort der Erde, in einem Land mit dem melodischen Namen Alania, lebte ein Meister mit zauberhaften Händen. Alles, das er berührte, wurde sofort unglaublich schön.
Der Meister hört, wie der wilde Fluss Terek rauscht und Bergfelsen hochwirbelt. Er fängt einen auf, und der Stein verwandelt sich in seinen Händen in ein verspieltes Pferdchen.
Er sieht einen Ast, den der eigensinnige Frühjahrswind gebrochen hat, nimmt ihn auf, und der Ast wird zu einem Kampfschwert.
Er bemerkt Scherben eines Tonkrugs bei einem Turm, den das kleine Mädchen Dzerka zerschlagen hat, sammelt sie auf, und wie auf einen Zauberstab hin verwandeln sie sich in eine Kinderpfeife in Form eines Vogels.
Der Ruf des Meisters verbreitete sich in ganz Alania, in jeder Ecke gingen Legenden über seine zauberhaften Hände um. Er erfreute alle und jeden, aber das verwöhnte Mädchen Dzerka, das in der Nachbarschaft lebte, konnte er einfach nicht überraschen. Der Meister dachte lange nach und beschloss, für sie eine Puppe zu fertigen: Alle Mädchen spielen gerne mit Puppen.
Lange wanderte er durch das blühende, smaragdgrüne Alania auf der Suche nach Material für ein Werk, das dem kleinen Mädchen Freude bringen würde, aber er fand nichts Passendes. Er setzte sich auf einen großen Bergstein und wurde traurig.
Er hob seinen Kopf zum azurblauen Himmel, atmete die Luft der kristallklaren Berge ein und sah, dass jemand zu ihm flog. Aus dem Nichts erschien ein kleines Frühlingsvögelchen – eine Schwalbe. Sie warf dem Meister in seine zauberhaften Handflächen ein kleines Strohstück.
Der Meister war überrascht, zerknüllte es in seinen Händen, und es entstand eine Strohpuppe. Er ging zu der kleinen Dzerka und gab ihr das Geschenk, aber sie schnaubte nur und sagte: „Wenn der Frühjahrsregen kommt, wird mein Spielzeug nass. Und was soll ich dann damit anfangen?