Es lebte einmal ein kleiner Traktorenok in der Welt, mit großen gelben Augen und dichten langen Wimpern. Er liebte es sehr, morgens an der Uferpromenade spazieren zu fahren, liebte lange Herbstspaziergänge durch regnerische Straßen.
Aber es war ihm sehr traurig, allein zu sein, denn in seiner Stadt gab es nur einen einzigen kleinen Traktorenok mit großen gelben Augen und viele große und kleine Autos.
Die großen Autos machten sich oft über den kleinen Traktorenok lustig und sagten:
Du bist so klein, du kannst nichts transportieren, weil du keine Ladefläche hast. Wir haben eine große Ladefläche, wir können alles transportieren, Bonbons, Schokolade, neue Spielzeuge.
Und die kleinen Autos sagten so:
Wir sind so zierlich und elegant, wir haben solch schöne kleine Mini-Autos, wir können sehr schnell fahren und machen überhaupt keinen Lärm. Aber du bist so sperrig und machst sehr viel Krach, wenn du fährst!
Der kleine Traktor antwortete:
Aber ich kann durch die schmutzigste Pfütze fahren und über das tiefste Loch!
Das brauchen wir nicht, uns ist es auf sauberen, ebenen Asphalt sehr bequem zu fahren und herumzutollen!
Antworteten die kleinen Auto-Kinder und hörten nicht auf, den Traktorenok zu ärgern.
Und er war beleidigt, zeigte es aber nicht, sondern schwieg einfach und fuhr an einen seiner Lieblingsorte – in den Herbstpark – und schaute die ganze Nacht bis zum Morgen auf die Sterne.
Aber plötzlich kam der Winter...
In jener Nacht fielen viele, viele flauschige weiße Flocken vom Himmel, und alle Straßen wurden mit einer schönen Schneedecke bedeckt. Der Traktorenok fuhr fröhlich durch die Schneewehen, fegte alles auf seinem Weg weg, spielte mit Schneeflocken und fing sie mit dem Mund.
Aber die Autos hatten keine Lust zum Spielen. Sie steckten einfach mitten auf den Straßen fest und konnten nicht nach Hause zu ihren Kindern – den Mini-Autos – fahren. Sie standen traurig bis zur Hüfte im Schnee und zitterten vor Kälte.
Und als der Traktorenok vorbeifuhr, begannen die Autos ihn zu rufen:
Hilf uns, aus der Schneefalle zu entkommen, befreie uns!
Der Traktorenok war sehr gütig und half gerne seinen Brüdern, vergaß die Beleidigungen. Er begann schnell, Schnee von den Straßen und Rändern zu räumen, Schneeflocken von den gefrorenen Autos zu fegen. Und schon nach wenigen Minuten waren alle Autos befreit und begannen glücklich, nach Hause zu ihren Familien zu fahren.
Zum Abschied umarmten sie den Traktorenok fest und dankten ihm:
Danke dir, kleiner Traktorenok, dass du uns aus den Schneewehen befreit hast, jetzt können wir zu unseren Kindern – den Mini-Autos – fahren. Wenn nicht du, würden wir immer noch in den Schneewehen stehen, rosten und niemand würde uns rausziehen. Entschuldige, dass wir dich verletzt haben, wir werden das nicht mehr tun!
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